Marburg 2017

Da war er wieder, der Frühjahrs-Klassiker schlechthin:

Marburg – Siegen

Die Umstände im Vorfeld mit aufteilen in zwei Züge hatten sich dann, je näher der Termin rückte, erledigt. Geschuldet durch krankheitsbedingte Ausfälle und einige verlängerte-Wochenende-Urlauber blieben am Samstag den 29. April noch 10 Flyer übrig, die ab Marburg den Sitzriesen in Angriff nehmen wollten. Nach Rücksprache mit der hessischen Landesbahn durften wir mit 10 Personen nebst Rädern mit dem Zug um 7:54 Uhr nach Marburg fahren. Namentlich erwähnt sollen sie noch sein die Helden: Micha Mauden, Martin, och Jochen, Marc, Jörg Tiller, Sascha, Manni, der große Käbi, unsere einzige Dame Tina *** und der Präsi.

Marburg 9:19 Uhr und die Frisur hält nicht, denn zum Ausgleich das es doch recht frisch ist, bläst auch noch ein fieser Gegenwind über die Felder und der sollte uns bis Haiger begleiten. Verlegen

Gegen 11:15 landen wir schon in Gießen zur ersten längeren Pause und Essensaufnahme. Hier stoßen Willi und unser Gast für diesen Tag, Jörg Stein, noch zu uns. Mit 12 Fahrern macht sich der Lindwurm dann auf Richtung Wetzlar, über Herborn (Eispause) nach Dillenburg und schwups sind wir in Haiger.

Einigen haben doch die vielen Kilometer und der stete Gegenwind ein wenig zugesetzt. Der Weg durchs Tal zu unserem gefühlten Endpunkt der Tour, Forellen-Franz Jr., nimmt dann mal wieder kein Ende, zumal er auch teilweise noch mit feinem Split verschönert wurde. Die Flyer Sandra, Meik, der einarmige Stefan und der kleine Käbi sind derweil über die Kalt Eiche herübergekommen um uns in Empfang zu nehmen. Belohnt wird das Ganze mit lecker Getränken, Windstille, Fußball aus dem Radio, Gänsefamilie und Sonne satt.

Widerwillig werden dann die geschundenen Körper auf die Räder gewuchtet und es gilt noch „Die Wand“ zu erklimmen. In wilder Abfahrt die kalt Eiche hinab, über den Radweg bis nach Eiserfeld in die Post, wo noch gemeinschaftlich gespeist wird.

Alle sind Durchgekommen. 130 Kilometer und immerhin fast 900 Höhenmeter sind mal wieder bezwungen – das nimmt uns keiner!

Hier geht es zu den Fotos:

Kirchhundem – Siegen 2017

Die Hohe Bracht Ersatztour 2017

Nachdem bekannt war, dass die Gaststätte auf der Hohen Bracht erst im Herbst 2017 wieder nach Generalsanierung eröffnen würde, musste ein würdiger Ersatz gefunden werden.

Es sollte was in derselben Region sein, in etwa den gleichen Anspruch haben und nach Möglichkeit die üblichen Strecken, wie z.B. den Siegerlandhöhenring, außen vor lassen.

Nach dem fünften Fahrversuch und unter Einbeziehung zahlreicher Quellen aus dem Internet stand der Streckenverlauf fest: Von Kirchhundem aus über bis dahin unbekannte Trails nach Heinsberg, dann einem Rothaarsteig-Zubringer folgend bis zur wohlverdienten Mittagspause auf der Ginsberger Heide. Anschließend über Vormwald-Bahnhof auf eher wieder bekannten Wegen über den Höhenzug zwischen Hilchenbach und Herzhausen dem Fernwanderweg X5 folgend, um mit einem spontanen Abschlussgimmick in Weidenau zu enden. 50 Km und 1300 Hm, gewürzt mit einigen Highlights.

Start ist am Sonntag den 02. April um viertel vor neun ab Bahnhof Siegen. Nach einer halben Stunde Zugfahrt steigen 10 hochmotivierte Flyer am Bahnhof Kirchhundem auf ihre Bikes, um zunächst den Emberg zu bezwingen. Nach einigem Auf und Ab erreichen wir den kleinen Ort Flape. Hier müssen wir wegen eines gerissenen Schaltzugs unfreiwillig Pause machen. Trotz Werkzeug und Blutverlust bleibt uns nichts anderes übrig, als das Schaltwerk festzusetzen, Singlespeed sozusagen bzw. in Kombination mit den vorderen Kettenblättern Doublespeed. Geht aber auch, wie sich im folgenden Tourverlauf zeigt.

Wir erklimmen einen schönen Aussichtspunkt mit Blick auf die Hohe Bracht. Dann geht’s abwärts Richtung Heinsberg und wir folgen dem Verlauf einer alten Bahntrasse. An einem von der Sonne beschienenen Fischteich machen wir Rast.

Kurz darauf halten wir erneut an einem Bauwerk, dass man hier nicht erwartet hätte: Ein Aquädukt überspannt den Taleinschnitt, durch den die Bahntrasse führt und vor einem Tunnelportal endet. Hier wurde Anfang des 20. Jahrhunderts eine Bahnverbindung gebaut, die das Sauerland mit der Region Marburg/Cölbe verband. Ende des 2. Weltkriegs wurde diese allerdings wieder stillgelegt.

Wir fahren weiter steil bergauf, bis wir in der Nähe des Dreiherrensteins den Rothaarsteig erreichen. Nach einem Wechsel auf den X10, einem sich gerade noch rechtzeitig selbst gedichteten Plattfuß und einem kurzen Stück Siegerlandhöhenring erreichen wir pünktlich um 13 Uhr die Ginsberger Heide. Frisch gestärkt mit Apfel- und Käsekuchen fahren wir über die Ginsburg hinab zum Bahnhof Vormwald und biegen dort nach links ab in den Wald, wo uns ein schöner Weg zur Wolfsbornquelle führt. Wir folgen dem X5, um (nach der Reparatur eines Plattfußes) über den Haardter Berg auf einem schönen Trail die Sandhalde hinunter die Tour in Weidenau zu beenden.

Unseren ganz besonderen Dank an unseren Wolle, der eine sensationelle Tour mit viel Mühe und Zeitaufwand passend für den ersten längeren offiziellen Geländeausritt des Vereins zusammengebastelt hat. Einen tollen Sonntag hatten: Sven, Stefan, Wolle, Micha Grimm, Jochen, Hans-Werner, Sascha (mit besonderem Fleisskärtchen für das erklimmen eines eigentlich nicht fahrbaren Trailstücks), Jörg T., Hermi und der Präsi